Vernissage Pina Bausch

 

Pina Bausch backstage

Vernissage und Ausstellung mit Pina-Bausch-Bildern von KH. W. Steckelings im Café im Dorf in Haan-Gruiten

Vom 18. Juni bis 14. September waren die Pina-Bausch-Bilder von KH. W.  Steckelings im Café im Dorf in Haan ausgestellt.

Am 18. Juni hatte das Café im Dorf zur Vernissage eingeladen - es war zauberhaft.

Der Bildband “Pina Bausch backstage” erschienen in Kooperation mit der Pina Bausch Foundation im Verlag Nimbus. Kunst und Bücher kann im Café im Dorf erworben werden.

Mit einem Vorwort von Salomon Bausch sowie einem Essay von Nora und Stefan Koldehoff.

Pina Bausch backstage Fotografien von KW. W. Steckelings

Foto: KH. W. Steckelings

184 Seiten, Texte in deutsch und englisch, Leinen mit Schutzumschlag, Herausgegeben von Stefan Koldehoff, 36 Euro

Vor 40 Jahren  zur Spielzeit 1973/74 übernahm Pina Bausch (1940-2009) die  Tanzabteilung der Wuppertaler Bühnen und löste mit ihren Produktionen  bald heftige Kontroversen aus. Wer klassisches Ballet erwartete, sah  sich plötzlich mit einem theatralen Spiel konfrontiert, wobei die Tänzer auch sprachen, sangen, lachten und weinten. Das Publikum war gespalten: Die einen verließen Türe knallend die Vorstellung, die anderen waren  hingerissen; in der Presse brach ein Sturm los. Mit ihrer Gruppe  emanzipierte Pina Bausch den Tanz und machte aus ihm eine eigene, neue  Form des Theaters. Dies war eine Revolution, die bald ein weltweites  Echo hervorrief und den Tanz international neu definierte.

Ein  Zeuge der ersten Stunde war der Filmemacher und Photograph KH. W.  Steckelings. Pina Bausch lud ihn ein, ihre Compagnie bei den Proben und  in den Pausen mit der Kamera zu begleiten. Steckelings tat dies mit  größter Unauffälligkeit und intimer Empathie: Die Tänzer nahmen seine  Anwesenheit augenscheinlich kaum wahr; nichts an seinen Aufnahmen wirkt  irgendwie gestellt oder gekünstelt. Der Betrachter fühlt sich direkt  hineinversetzt in den künstlerischen Prozeß jener Anfangsjahre, als Pina Bausch und ihre Gruppe neue tänzerische Ausdrucksformen entwickelten. Mehr noch: Steckelings hatte seinerseits den Blick des Choreografen, der in den zufälligen Konstellationen der Übungsarbeit das Bild zu sehen  vermochte. So sind seine Fotos mehr als nur Dokumente aus der  Anfangszeit von Pina Bausch, sondern Werke von eigenem künstlerischem  Rang - eine Entdeckung!

Der Photograph war bei der Vernissage  anwesend, hat über die Entstehung der Bilder und des Buches gesprochen und gerne Bücher signiert.

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